Rechts­schutz­­­versicherung
Eine Rechtsschutz­­versicherung schützt im Falle eines Rechts­streits und zahlt beispiels­weise Ihre Anwalts­kosten.

Rechts­schutz­­­versicherung Test & Vergleich

Eine Rechtsschutzversicherung bietet wichtige juristische und finanzielle Unterstützung bei einem Rechtsstreit. Allerdings unterscheiden sich die Rechtsschutzversicherungs-Tarife bei Preis und Leistung zum Teil enorm. Tests zur Rechtsschutzversicherung geben Interessierten einen guten Überblick, welche Angebote empfehlenswert sind. Bei der Auswahl des besten Tarifs für die eigenen Ansprüche hilft hingegen ein Versicherungsvergleich.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt für den jeweiligen Rechtsbereich und abhängig vom Vertrag die Kosten für den Anwalt, das Gericht und gegebenenfalls Gutachter. Weiterhin bieten inzwischen viele Tarife zusätzliche Leistungen wie die Übernahme von Mediation oder eine kostenlose anwaltliche Beratung.

Kurz und knapp: 3 Fakten zur Versicherung

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  1. Eine Rechtsschutzversicherung bewahrt Sie vor hohen Kosten, die in Folge von Rechtsstreitigkeiten entstehen.
  2. Sie können den Versicherungsschutz individuell an Ihre Lebenssituation anpassen und Ihre Police zum Beispiel aus Verkehrs-, Arbeits- oder Privatrechtsschutz zusammensetzen.
  3. Eine Rechtsschutzversicherung erstattet nicht nur die Anwaltskosten, sondern unter anderem auch Gerichtskosten und Gutachterhonorare.

Die Ver­schie­denen Rechts­bereiche der Rechts­schutz­versicherung

Bei der Rechtsschutz­versicherung gilt es darauf zu achten, dass es keinen Rundumschutz gibt, sondern verschiedene Rechtsbereiche mit unterschiedlichen Leistungsbausteinen abgedeckt werden. Diese können separat oder als Kombiangebot vereinbart werden. Abhängig vom Vertrag umfasst eine Rechtsschutzversicherung:

Privatrechtsschutz
Vermieter- beziehungsweise Mietrechtsschutz
Verkehrsrechtsschutz
Arbeitsrechtsschutz
Firmenrechtsschutz

Wer und was sollte von der Rechtsschutz­versicherung abgesichert werden?

Der Rechtsschutz kann generell für die ganze Familie vereinbart werden. Dabei ist nicht nur der Versicherungsnehmer und dessen Partner versichert, sondern auch die Kinder. Werden mehrere Bereiche abgesichert, ist es in der Regel günstiger, ein Kombi-Paket zu vereinbaren. Denn dieses ist meist preiswerter als der Abschluss mehrerer einzelner Verträge.

Bei Tests zur Rechtsschutzversicherung sollten Interessierte zudem grundsätzlich darauf achten, für welche Rechtsbereiche die untersuchten Tarife Schutz vor Kosten bieten. Nur so erkennen sie, ob die Testsieger für die persönlichen Ansprüche an einen Rechtsschutz überhaupt infrage kommen.

Wer braucht eine Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherung-Test von Franke und Bornberg: Tarife für Singles und Familien

Im Test zur Rechtsschutzversicherung haben die Experten der Ratingagentur Franke und Bornberg im März 2018 die Angebote von zahlreichen Anbietern überprüft. Von den getesteten Single- und Familientarifen in den Bereichen Privat-, Miet-, Verkehrs- und Berufsrechtsschutz überzeugen sieben Versicherungen für Familien und acht für Singles mit der bestmöglichen Bewertung. Das sind die Testsieger:

Das sind die Testsieger
Alte Leipziger (Single + Familie) Allrecht (Single)
ARAG (Single + Familie) Auxilia (Single + Familie)
Concordia (Single + Familie) Degenia (Single + Famlie)
DMB (Familie) Ideal (Single)
WGV (Single + Familie)

Leistungsniveau in der Rechtsschutzversicherung im Test von Focus-Money

Im Sommer 2018 testete das Wirtschaftsmagazin Focus-Money in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg 26 Anbieter von Rechtsschutzversicherungen. Im Mittelpunkt des Vergleichs standen die Leistungen der Versicherer, die zu 70 Prozent in die Gesamtnote einflossen. Die verbliebenen 30 Prozent machte die Höhe des Jahresbeitrages aus.

Gleich 15 Anbieter freuen sich über die Bestnote sehr gut im Test, der neben Privatrechtsschutz auch Verkehrs-, Wohn- und Berufsrechtsschutz berücksichtigt. Die günstigsten Top-Tarife kommen von folgenden Versicherern:

Allrecht – Rechtsschutz
Concordia – Sorglos für Privatkunden
WGV – Optimal
Wie Rechtsschutz Beiträge senken?

Rechtsschutz­versicherung: Beiträge durch Selbstbehalt senken

Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung hat ihren Preis. Mit einem Selbstbehalt können Versicherte allerdings die Beitragshöhe reduzieren. Das bedeutet, dass anfallende Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen bis zu einem bestimmten Betrag, beispielsweise 400 Euro pro Jahr, aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Sobald diese Ausgaben überschritten sind, springt die Rechtsschutzversicherung ein.

Stiftung Warentest untersucht spezielle Rechtsschutz­versicherungen

Immer wieder entwickeln Versicherer Rechtsschutzversicherungen, die verbesserten Schutz in einem speziellen Leistungsbereich bieten. Das jüngste Beispiel sind sogenannte Cyberpolicen oder Internetrechtsschutzversicherungen. Diese leisten beispielsweise bei Identitätsdiebstahl oder Ärger mit Onlinehändlern. Die Stiftung Warentest hat 2017 einen Test für solche Rechtsschutztarife veröffentlicht (Finanztest 4/2017).

Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd: Demnach leistet eine normale Privatrechtsschutzversicherung mit Berufsrechtsschutz ebenfalls für Ärger im Zusammenhang mit dem Internet, deckt aber gleichzeitig ein noch weit umfangreicheres Leistungsspektrum ab. Auch hinsichtlich der Kosten haben Verbraucher bei den Cyberpolicen oftmals kaum Vorteile. So kosten die Internettarife bis zu 240 Euro im Jahr. Gute Kombitarife für Privat- und Berufsrechtsschutz sind jedoch schon für einen Jahresbeitrag von 200 Euro bis 300 Euro erhältlich.

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