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Leistungen
Im Unterschied zur gesetzlichen Unfallversicherung tritt die private Unfallversicherung auch ein bei Un- fällen, die sich in der Freizeit ereignen. Der Schutz gilt weltweit und rund um die Uhr.
Bei einer dauerhaften Gesundheitsschädigung durch einen Unfall zahlt die Versicherung in Abhängigkeit der Beeinträchtigung einen Prozentsatz der vereinbarten Summe. So kann der Verlust eines Beins mit 70% und der Verlust eines Zeigefingers mit 10% bewertet werden.
Unter anderem lässt sich auch ein Tagegeld vereinbaren, an dem Sie für jeden Tag, den Sie infolge eines Unfalls nicht arbeiten können, den vereinbarten Betrag erhalten. Bei Invalidität kann auch eine lebenslange Rente ausgezahlt werden.
Beiträge
Die Beiträge sind grundsätzlich abhängig vom Beruf des Versicherungsnehmers, von der Wahl der Invali- ditätsgrundsumme, der Höhe des Progressionsgrads sowie der Anzahl der Zusatzleistungen. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann es auch zu Zuschlägen kommen. Je höher die Invaliditätsgrundsumme, die Progression und die Anzahl der Zusatzleistungen, umso höher sind die Beiträge, aber auch die Leistungen im Schadensfall.
Ein 30-jähriger Mann erhält einen leistungsstarken Versicherungsschutz mit hoher Progression (500%) und einer Invaliditätsgrund- summe von 100.000 Euro ab ca. 95 Euro jährlich.
Versicherungssumme
Die Wahl der optimalen Versicherungssumme ist nicht so einfach, hängt sie doch von sehr vielen Faktoren ab, vor allem vom Alter und der jeweiligen Lebenssituation des Versicherten. Grundsätzlich sollte die Vollinvalidität versichert sein. Das bedeutet, dass die einmalige Auszahlung der Versicherungssumme nach einem Schadensfall ausreichen muss, damit der Versicherte von den Zinsen oder einer vereinbarten monatlichen Rente leben kann.
Als Faustregel ist folgende Formel hilfreich:
* mit 30 Jahren das Sechsfache des Bruttojahreseinkommens
* mit 40 Jahren das Fünffache des Bruttojahreseinkommens
* mit 50 Jahren das Vierfache des Bruttojahreseinkommens
Achtung
Wählen Sie einen Vertrag ohne die sogenannte „Prämienrückgewähr“. Von den deutlich höheren Beiträgen wird dabei lediglich ein Teil angelegt und dann wieder zurückgezahlt.
Gehen Sie nach einem Unfall sofort zum Arzt und melden Sie ihn der Unfallversicherung.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Finanzielle Absicherung für die Folgen von Unfällen | Deckt nur Unfälle ab |
| Günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicherung | Kein Schutz bei Unfällen aufgrund von Trunkenheit, Schlaganfällen oder Ohnmacht |
| Geringe Wahrscheinlichkeit der Ablehnung aufgrund von Vorerkrankungen |
Der Progressionstarif bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Versicherungssumme kann dabei etwas niedriger ge- wählt werden.
Maßgebend für die Qualität einer Unfallversicherung ist die Versicherungssumme. Berücksichtigen Sie, dass das Geld möglicher- weise auch für die behindertengerechte Umgestaltung Ihrer Wohnung ausreichen muss.
Falls in Ihrer Familie mehrere Mitglieder eine Unfallversicherung benötigen, sollten Sie sich über Gruppentarife informieren. Diese sind teilweise deutlich günstiger zu haben.
Ein langfristiger Vertrag bietet bei der Unfallversicherung keine Vorteile. Überprüfen Sie deshalb am besten jährlich die Preise und wechseln Sie gegebenenfalls die Versicherung.