Rechtsschutzversicherung Test & Vergleich

Rechtsschutzversicherung Test & VergleichEine Rechtsschutzversicherung bietet Versicherten wichtige juristische und finanzielle Unterstützung bei einem Rechtsstreit. Dieser kann schnell entstehen, etwa wenn Arbeitnehmer unbegründet gekündigt werden oder Vermieter vor Gericht ihre Mietforderungen durchsetzen müssen. Ohne Rechtsschutzversicherung wird die gerichtliche Auseinandersetzung jedoch sehr teuer.

Rechtsschutzversicherung individuell anpassen

Interessierte können eine Rechtsschutzversicherung für unterschiedliche Lebensbereiche vereinbaren und sich somit individuell optimal absichern. Wer sich etwa vor den finanziellen Konsequenzen eines Rechtsstreits im privaten Bereich schützen will, dem hilft eine Privatrechtsschutzversicherung. Für juristische Auseinandersetzungen, die sich auf den Beruf beziehen, ist hingegen eine Arbeitsrechtsschutzversicherung notwendig.

 

Im Wesentlichen gibt es fünf Leistungsbausteine der Rechtsschutzversicherung, die Verbraucher separat oder in einem Kombipaket vereinbaren können:

 

  • Privatrechtsschutz
  • Vermieter- bzw. Mietrechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Arbeitsrechtsschutz
  • Firmenrechtsschutz

Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Sobald Versicherte in einen Rechtsstreit verwickelt sind, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten für Anwalt, Prozess und Gericht. Dabei sind auch beispielsweise die Kosten für einen Gutachter eingeschlossen. Sollten Kunden ihr Verfahren verlieren, springt der Rechtsschutz zudem für die Prozesskosten des Gegners ein. Zusätzlich können weitere Leistungen vereinbart werden, etwa die Kostenübernahme von Mediation. Dabei werden Auseinandersetzungen im besten Fall außergerichtlich geklärt, was dem Kläger bzw. dem Angeklagten viel Zeit und Geld erspart.

Wer und was sollte versichert werden?

Der Rechtsschutz kann generell für die ganze Familie vereinbart werden. Dabei ist nicht nur der Versicherungsnehmer und dessen Partner versichert, sondern auch die Kinder. Werden mehrere Bereiche abgesichert, ist es in der Regel günstiger, ein Kombi-Paket zu vereinbaren. Denn dieses ist meist preiswerter als der Abschluss mehrerer einzelner Verträge. Allerdings sollten sich Interessierte nicht dazu drängen lassen, Leistungen zu vereinbaren, die für sie unnötig sind. Wer beispielsweise weder Unternehmer noch selbständig ist, muss keinen Firmenrechtsschutz abschließen.

Viele gute Rechtsschutzversicherungen – aber auch einige schlechte

Die Preise und Leistungen der unterschiedlichen Angebote variieren stark. So hat beispielsweise die Stiftung Warentest für die Finanztest-Ausgabe 12/2014 insgesamt 55 Rechtsschutzpakete für Familien untersucht. Während 22 Tarife ein gutes Testurteil erzielten, haben die Verbraucherschützer auch 13 Rechtsschutzversicherungen lediglich mit „ausreichend“ bewertet.

 

Bei der Wahl der optimalen Absicherung empfiehlt es sich, nicht nur auf aktuelle Testergebnisse zu schauen. Auch ein individueller Vergleich zahlt sich am Ende aus. Denn damit lässt sich binnen weniger Minuten der optimale Tarif für die persönlichen Versicherungsbedarf mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden.

Leistungsumfang der Tarife miteinander vergleichen

Wichtig ist: Eine Rechtsschutzversicherung ist kein Rundum-Sorglos-Paket, auch wenn die Angebote das gerne nahelegen. Ein genauer Leistungsvergleich ist daher notwendig, sodass Interessierte von Beginn an wissen, in welchen Situationen ihre Rechtsschutzversicherung einspringt. Zudem bieten die unterschiedlichen Tarife verschiedene Extra-Leistungen. Laut Stiftung Warentest gibt es beispielsweise einige Versicherer, bei denen Kunden für den Miet- bzw. Vermieterrechtsschutz keine zusätzlichen Beiträge zahlen müssen.

Vergleichsrechner zeigt Einsparmöglichkeiten beim Beitrag

Mithilfe eines Vergleichsrechners können Interessierte ihren Tarif individuell anpassen. Wer beispielsweise bereit ist, einen etwas höheren Selbstbehalt zu vereinbaren, findet in der Regel günstigere Angebote. Je nach gewünschter Höhe der Selbstbeteiligung filtert der Rechner die passenden Tarife heraus. Gleiches gilt bei der Zahlweise. Auch hier können künftige Versicherte mit einer jährlicher Zahlung ihres Beitrags Kosten senken. Die Übersicht ermöglicht es ihnen dann, sich schnell und einfach für eine umfangreiche Unterstützung in Form einer optimalen Rechtsschutzversicherung zu entscheiden.

Rechtsschutzversicherung Test

Eines ist klar: Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung lohnt sich bereits ab der ersten Anwaltsstunde. Denn diese ist oftmals teuer als der Jahresbeitrag für den Rechtsschutz.

 

Doch welche Versicherer bieten die besten Tarife an? Je nach Rechtsschutzversicherung Test gibt es unterschiedliche Testsieger. Manche Anbieter erweisen sich jedoch immer wieder als sehr gut.

Rechtsschutzversicherung Test: Viele empfehlenswerte Tarife

Kommt es zu rechtlichen Auseinandersetzungen, unabhängig davon, ob man sein Recht erkämpfen oder sich gegen Unrecht wehren will, ist eine Rechtsschutzversicherung sehr sinnvoll. Denn sie übernimmt die Kosten für den Anwalt, Prozess und Co., sodass Versicherte ohne Angst vor den hohen Kosten ihr Recht durchsetzen können.

 

Welche Tarife für den optimalen Rechtsschutz empfehlenswert sind, zeigt beispielsweise der Rechtsschutzversicherung Test der Stiftung Warentest. Dieser wurde in der Finanztest 12/2014 veröffentlicht. Insgesamt hat die Verbraucherorganisation 55 Tarifkombinationen – bestehend aus Verkehrs-, Berufs- und Privatrechtsschutz – überprüft. Zwar kann kein Versicherer mit einem sehr guten Ergebnis überzeugen. Doch rund ein Drittel der untersuchten Angebote sichert sich das Qualitätsurteil „gut“.

Rechtsschutzversicherung Test von Finanztest: Guter Rechtsschutz muss nicht teuer sein

Die beste Note im Rechtsschutzversicherung Test der Finanztest erhalten Allrecht/Deurag („Privat“) und DAS („Premium“). Sie werden mit 1,8 bewertet. Dahinter folgen mit 2,0 die Anbieter Arag („Aktiv Premium“) und HDI/Roland („Basis + RisikoPlus + Rundum Sorglos“). Die Kosten für den guten Rechtsschutz der vier Anbieter variieren dabei zwischen 284 Euro und 366 Euro pro Jahr bei einem Selbstbehalt von 150 Euro. Ohne diesen steigen die jährlichen Beiträge schnell um mehr als 100 Euro, so Finanztest.

 

Warum kein Angebot eine sehr gute Bewertung erlangen kann, liegt vor allem an der Verständlichkeit der Versicherungsbedingungen. Diese flossen zwar nur zu zehn Prozent in das Gesamtergebnis ein. Allerdings erzielen nur drei Tarife ein „befriedigend“. Alle anderen Rechtsschutzpakete erhalten ein schlechteres Urteil.

Günstigsten Rechtsschutzversicherungen im Test

In einem weiteren Rechtsschutzversicherung Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) aus dem Juni 2015 wurden die günstigsten Tarife von 13 bedeutenden Unternehmen untersucht, die einen Rechtsschutz für die Bereiche Privat, Beruf und Verkehr anbieten. Dabei kann sich Örag den Titel „Rechtsschutzversicherung Testsieger“ sichern. Zwar reicht es für das Unternehmen in der Kategorie Kostenanalyse nur für den siebten Platz aus. In der Leistungsanalyse erzielt es jedoch als einziges neben der Auxilia eine gute Bewertung.

 

Die Top 5 im Überblick:

 

  • Örag
  • Arag
  • Auxilia
  • Rechtsschutz Union
  • WGV

Weitere Rechtsschutzversicherung Testsieger bei Öko-Test und Focus-Money

Auch das Magazin Öko-Test hat einen Rechtsschutzversicherung Test veröffentlicht. Anfang 2014 standen 68 Tarife im Fokus der Untersuchung. Zusätzlich zum Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz müssen die Versicherer hierbei auch Leistungen im Bereich Mietrechtsschutz bieten. Überzeugen können dabei zwei Mal Rechtsschutz Union („Top-Star inklusive Spezial Strafrechtsschutz und erweiterte Leistungen“ sowie der gleiche Tarif ohne erweiterte Leistungen), Degenia („Deckungskonzept Premium“) und Roland („Kompakt Plus“). Sie wurden zum Rechtsschutzversicherung Testsieger ernannt.

 

Focus-Money führte im April 2014 (Ausgabe 14) einen Rechtsschutzversicherung Test durch. Dazu wurden die Daten von 19 Gesellschaften ausgewertet, wobei nur Premiumtarife berücksichtigt wurden. Den besten Rechtsschutz bietet demnach Roland („Kompakt Plus“). Der Anbieter landet auf Platz 1 des Rankings. Auf Rang 2 folgen Arag („Aktiv Premium“) und LVM („Privat-Kombi“).