Private Pflegeversicherung Test & Vergleich

Private Pflegeversicherung Test & VergleichDie wenigsten Menschen wollen sich mit dem Thema Pflege auseinandersetzen. Doch ein frühes Beschäftigen kann nicht nur die eigenen Geldbeutel schonen, sondern auch den der Kinder. Zwar übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung einen Teil der Pflegekosten. Doch ohne eine private Pflegeversicherung müssen Pflegebedürftige einen Großteil ihrer Pflege selbst finanzieren.

Mit privater Pflegeversicherung Pflegelücke minimieren

Auch wenn es in Deutschland immer mehr Pflegebedürftige gibt, beschäftigen sich nur die wenigsten Menschen damit, was mit ihnen passiert, wenn sie auf Pflege angewiesen sein sollten. Neben der Frage, wie und wo sie versorgt werden wollen, ist es dabei auch wichtig zu klären, wie die Pflegekosten gedeckt werden. Ein Platz im Pflegeheim kostet je nach Grad der Pflegebedürftigkeit schnell mehrere tausend Euro im Monat. Doch die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind begrenzt und können nur selten die Hälfte der Pflegekosten decken. Reicht dann das eigene Vermögen für die Restkosten nicht aus, können die Kinder zur finanziellen Verantworten gezogen werden. Eine private Pflegepflegeversicherung verringert jedoch die wirtschaftliche Belastung deutlich und stellt daher eine insbesondere im Alter sehr wichtige Absicherung dar.

3 Formen der privaten Pflegeversicherung

Es gibt drei verschiedene Formen der privaten Pflegeversicherung. Mit der Pflegetagegeldversicherung, die im Zuge der Einführung des Pflege-Bahrs auch mit 60 Euro pro Jahr unter bestimmten Voraussetzungen bezuschusst wird, vereinbaren Versicherte ein Tagegeld, das sie für jeden Tag der Pflege bekommen. Die Höhe der Leistung ist abhängig von der Schwere der Pflegebedürftigkeit. Das Geld können Pflegebedürftige dabei frei verwenden.

 

Die Pflegekostenversicherung übernimmt vorwiegend Kosten bei professioneller Pflege, etwa durch einen Pflegedienst oder in Pflegeeinrichtungen. Versicherte können beim Vertragsabschluss bestimmen, welche Kosten konkret übernommen werden sollen.

 

Bei der Pflegerentenversicherung erhalten Versicherte eine monatliche Rente bei Pflegebedürftigkeit ausgezahlt, mit der die Pflegekosten beglichen werden können. Auch eine Einmalzahlung ist möglich. Wie bei den anderen Formen richtet sich die Höhe der genauen Auszahlung am Grad der Pflegebedürftigkeit.

Lohnt sich eine geförderte private Pflegeversicherung?

Wer sich für eine geförderte private Pflegeversicherung interessiert, sollte auf einen Vergleich nicht verzichten. Denn laut Stiftung Warentest gibt es hier deutliche Leistungs- und Preisunterschiede. Da die Leistungen eines Pflege-Bahr-Tarifs jedoch insgesamt aus Sicht der Verbraucherorganisation oftmals nicht ausreichend sind, ist es sinnvoll, sich für ein ungefördertes Angebot zu entscheiden. Nur Personen, die etwa aufgrund von Vorerkrankungen dies nicht tun können, sollten auf einen geförderten Tarif zurückgreifen. Denn ein wenig Vorsorge für den Pflegefall ist besser als keine. Doch insbesondere junge, gesunde Menschen sind in der Regel mit einer privaten Pflegeversicherung ohne Förderung besser abgesichert.

Mit Vergleich persönlich beste private Pflegeversicherung finden

Bei der Wahl der optimalen privaten Pflegeversicherung gibt es einige Stolperfallen, die jedoch einfach umgangen werden können. Unterschiedliche Pflegeversicherung Tests zeigen beispielsweise, welche Angebote empfehlenswert sind und welche die Tester weniger überzeugt haben. Die Stiftung Warentest hat zum Beispiel 2013 nach der besten Pflegetageversicherung gesucht. Damals konnte sich ein Tarif der HanseMerkur durchsetzen. Da die Untersuchung jedoch schon einige Zeit zurückliegt, sollten Interessierte einen individuellen Vergleich durchführen und dabei auf die Versicherungsbedingungen der jeweiligen Angebote achten.

 

Ein persönlicher Vergleich empfiehlt sich zudem, da dieser die eigenen Wünsche berücksichtigt. Während sich Testergebnisse meist an Modellkunden orientieren, zeigt ein Tarifvergleich, welche Anbieter für die eigene private Pflegeversicherung infrage kommen, abhängig beispielsweise von Pflegeumfang, Alter und Kosten.

Private Pflegeversicherung Test

Ein Pflegeversicherung Test bietet eine erste Orientierung, wenn man sich für den Pflegefall privat absichern möchte und nach einem geeigneten Tarif sucht.

 

Neben der bekannten Verbraucherorganisation Stiftung Warentest mit dem Magazin Finanztest bieten drei weitere Forschungsinstitute aktuelle Rankings zum Thema Pflege an.

 

Bei der Pflegeversicherung unterscheidet man zwischen der Pflegetagegeldversicherung, die für jeden einzelnen Tag der Pflege leistet, der Pflegekostenversicherung, die einen prozentualen Anteil übernimmt sowie der Pflegerentenversicherung, die im Pflegefall eine monatliche Summe zahlt.

 

Darüber hinaus kann man die Produkte danach unterscheiden, ob sie staatlich gefördert oder ungefördert sind. Beim Pflege-Bahr wird der Versicherte mit monatlich fünf Euro vom Staat bezuschusst, wenn er für die Pflege mindestens zehn Euro pro Monat selbst aufwendet. Die Leistungen bei Pflegestufe drei müssen dafür mindestens 600 Euro betragen.

Der Pflegeversicherung Test von Focus-Money

Die aktuellen Pflegeversicherung Testsieger für die geförderten Tarife liefert das Magazin Focus-Money (Ausgabe 30/2015). Das mit der Studie beauftragte Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) untersuchte die Angebote von insgesamt 20 Versicherern. Im Mittelpunkt der Analyse standen die Versicherungsbedingungen und die konkreten monatlichen Leistungen für Versicherte mit einem Beitrittsalter von 25, 40, 50 und 60 Jahren. Im Gesamtergebnis teilen sich drei Tarife den ersten Platz und erreichen eine Note von 1,9:

 

  • Allianz – PflegeBahr (PZTG02)
  • Arag – Arag FörderPflege PF
  • Central – central.pflege

Die Pflegeversicherung Testsieger bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest untersuchte in der Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 5/2015) 88 Tarife von 29 verschiedenen Anbietern. Dabei wurde der Schwerpunkt auf die jeweiligen Leistungsniveaus der drei verschiedene Arten von Pflegetagegeldversicherung gelegt: reine private, staatlich geförderte Tarife und Kombinationen aus beiden. Die Ergebnisse basieren auf Modellkunden, die bei einem Einstiegsalter von 45 Jahren rund 56 Euro monatlich und bei Vertragsschluss mit 55 Jahren einen Monatsbeitrag von 87 Euro zahlen.

 

Im Pflegeversicherung Test der Stiftung Warentest wird der Pflege-Bahr stark kritisiert und seine Leistungen für die Pflege als unzureichend bewertet. Bereits im vorausgegangenen Pflegeversicherung Test 2013 konnte die Finanztest kein einziges der geförderten Angebote empfehlen. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest schätzt die Vertragsbedingungen in vielen Fällen schlechter als die der regulären Produkte ein. Bei der Pflegeversicherung ohne Förderung wie auch in der kombinierten Variante schnitten dagegen jeweils zwei Tarife mit der Bestnote ‚sehr gut‘ ab.

 

Pflegeversicherung Testsieger ohne Förderung:

 

  • Württembergische – PTPU
  • HanseMerkur – PA

Pflegeversicherung Testsieger in den Kombitarifen:

 

  • DFV – DFV-DeutschlandPflege Ergänzungsabdeckung und DFV-FörderPflege
  • HanseMerkur – PA und PB

Pflegetagegeldversicherung im Test bei Ökotest

Ähnlich wie Stiftung Warentest in der Zeitschrift Finanztest kritisiert auch das Verbrauchermagazin Öko-Test (04/2015) die ungenügenden Leistungen der geförderten Pflegetagegeldversicherung. Die Tester untersuchten insgesamt 104 ungeförderte und geförderte Tarife für den Vertragsschluss im Alter von 1, 35 und 65 Jahren. Zwar fiel der Pflege-Bahr vollständig durch. Bei den nicht-geförderten Tarifen gab es jedoch mehrere Erstplatzierungen.

 

Mit dem Tarif PA/3600 ist die HanseMerkur ist in allen Altersgruppen eine gute Wahl. Er konnte auch schon die Stiftung Warentest überzeugen. Ein weiterer Testsieger für die 35-Jährigen ist die Württembergische (PTPU), die ebenfalls im Magazin Finanztest die Bestnote erhalten hat. Wer sein Kind schon im Alter von einem Jahr versichern möchte, kann laut Testergebnis auch auf die HUK-Coburg (PTPremium) oder die LVM (PZT- Komfort) zurückgreifen.

Weitere Pflegeversicherung Testsieger: Bester Schutz bei Pflege

Andere Pflegeversicherung Testsieger im Bereich der Pflegetagegeldversicherung hat im Jahr 2015 auch das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) präsentiert. Dazu wurden 28 Tarife auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis, ihre Flexibilität, Transparenz und Service sowie auf die Unternehmensqualität untersucht. Das Tagegeld für die Modellkunden im Alter von 30, 45 und 60 Jahren sollte mindestens 50 Euro betragen. Die fünf besten unter den Pflegetagesgeldtarifen lauten:

 

  • Allianz – PflegetagegeldBest (Gesamtnote: 1,3)
  • Concordia – Pflegetagegeld (1,6)
  • Hallesche – OLGAflex (1,6)
  • HanseMerkur – Private Pflegezusatzversicherung (1,6)
  • UKV – PflegePremium Plus (1,6)