Krankenzusatzversicherung in Frankreich ab 2016

Ab dem 1. Januar 2016 gilt in Frankreich die obligatorische betriebliche Krankenversicherung. Das bedeutet, Arbeitgeber müssen ihren Angestellten eine betriebliche Krankenzusatzversicherung anbieten. Wie umfangreich diese Zusatzversicherung ist und ob der Arbeitgeber nur die gesetzlich vorgeschriebenen 50 Prozent des Beitrags oder die komplette Prämie übernimmt, kann variieren. Auch für Arbeitnehmer bringt die gesetzliche Neuregelung einige Veränderungen mit sich, denn sie werden in Zukunft im Regelfall über ihren Betrieb zusätzlich krankenversichert.

Es gibt allerdings bestimmte Ausnahmen, die zu einer Befreiung von der Pflicht führen. So können einerseits Mitarbeiter, die vor dem 1. Januar 2016 bereits im Unternehmen angestellt waren, nicht zum Abschluss der betrieblichen Krankenzusatzversicherung gezwungen werden. Neue Mitarbeiter werden hingegen automatisch versichert, es sei denn:

  • es handelt sich um einen befristeten Arbeitsvertrag (bis zu 12 Monate)
  • es handelt sich um einen befristeten Arbeitsvertrag (ab 12 Monate) und es wurde bereits eine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen.
  • es handelt sich um ein Ausbildungsverhältnis oder eine Teilzeitstelle und der Eigenanteil zur betrieblichen Krankenversicherung überschreitet 10 Prozent des Bruttoeinkommens.
  • es werden gleichzeitig staatliche Beihilfen bezogen.
  • es besteht bereits eine private Krankenzusatzversicherung, dann ist eine Befreiung bis zur Ablauffrist dieses Vertrags möglich.
  • es besteht aus unterschiedlichen Gründen (beispielsweise über den Ehepartner) bereits ein Leistungsanspruch bei einer anderen betrieblichen Krankenversicherung.