Gesetzliche Krankenversicherung: Krankenkassenvergleich

Gesetzliche KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenversicherung bietet einem Großteil der deutschen Bevölkerung zuverlässigen Krankenversicherungsschutz. Dabei gibt es seit dem 1. Januar 2015 wieder preisliche Unterschiede zwischen den Krankenkassen. Auch der Leistungsumfang variiert zwischen den verschiedenen Anbietern. Daher lohnt sich ein gesetzliche Krankenversicherung Vergleich. Auch wer erwägt in die private Krankenversicherung zu wechseln, sollte nicht nur überprüfen, ob ein solcher Wechsel überhaupt möglich ist, sondern sich mit den Vor- und Nachteilen beider Versicherungsformen genauer auseinandersetzen.

Wer ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichert?

In Deutschland gibt es eine Krankenversicherungspflicht. Arbeitnehmer sind dabei grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Eine Befreiung ist für Arbeitnehmer nur ab einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze (54.900 Euro, Stand 2015) möglich, dann können sie sich auch in der privaten Krankenversicherung versichern. Selbständige, Freiberufler, Studenten und Beamten haben hingegen die freie Wahl zwischen GKV und PKV.

Gesetzliche Krankenversicherung: Für Familien günstig

Einer der großen Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung ist die kostenlose Familienmitversicherung. Darüber lassen sich auch Kinder und ggf. Ehepartner ohne eigenes Einkommen ohne weitere Kosten mit absichern. In der privaten Krankenversicherung gibt es eine solche Familienversicherung nicht. Das heißt, dass gerade Familien bei der privaten Krankenversicherung häufig gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung eine deutliche finanzielle Mehrbelastung haben.

Gesetzliche Krankenversicherung: Vergleich lohnt sich ab 2015 wieder

Seit 2009 gab es bei der gesetzlichen Krankenversicherung einen Einheitsbeitrag. Die einzelnen Kassen durften zwar zusätzlich einen pauschalen Zusatzbeitrag erheben, die meisten Kassen haben darauf jedoch verzichtet, um keine Mitglieder zu verlieren. Zuletzt verlangte keine Krankenkasse mehr einen Zusatzbeitrag. Statt über den Preis haben die Kassen so vor allem über die angebotenen Leistungen miteinander konkurriert. Im Jahr 2015 wird sich dies ändern. Denn nun verringert sich einerseits der Krankenkassenbeitrag um den Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent. Andererseits dürfen die Kassen einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben. Fast alle Krankenkassen erheben 2015 einen solchen Zusatzbeitrag. Während einige mit einem Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent auskommen, werden einige Kassen höhere Beiträge als bisher verlangen. Damit wird auch der Preisvergleich zwischen den Krankenkassen für Verbraucher wieder interessant.

Worauf sollte man beim Krankenkassenvergleich achten?

Wer die verschiedenen Angebote zur gesetzlichen Krankenversicherung vergleicht, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Denn oftmals betragen die Preisunterschiede nur wenige Euro pro Monat. Wichtiger ist es, gleichzeitig auf den Leistungsumfang der jeweiligen Krankenkasse zu achten. Denn während die Regelleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung festgelegt sind, können die Kassen freiwillige Zusatzleistungen anbieten. Oftmals können Versicherte so beispielsweise einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung oder zu Gesundheitskursen im Fitnesscenter erhalten. Auch alternativmedizinische Behandlungen werden beispielsweise von einigen Kassen erstattet.

 

Beim Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherung sollten Verbraucher daher auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Die Kündigung bei der alten Krankenkasse ist schriftlich mit einer zweimonatigen Frist zum Monatsende möglich. Nur wer noch nicht mindestens achtzehn Monate bei der bisherigen Krankenkasse versichert ist, muss auf das Sonderkündigungsrecht pochen oder aber mit einem Wechsel warten. Ein außerordentliches Kündigungsrecht liegt beispielweise dann vor, wenn die Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhebt oder diesen erhöht.

 

Weiterführende Informationen zum Thema Krankenkassenvergleich in der Schweiz auf krankenkasse-vergleich.ch.